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Überstundenrechner

Vereinbarte und geleistete Arbeitszeit eingeben, sofort deine Überstunden und einen optionalen Zuschlag sehen. Völlig gratis, kein Konto nötig, direkt im Browser, ohne Datenübertragung.

Überstunden Vereinbarte und geleistete Arbeitszeit eingeben.
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Wie funktioniert der Überstundenrechner?

Der Rechner zieht die vereinbarte Arbeitszeit von der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit ab. Ist das Ergebnis positiv, hast du Überstunden geleistet. Gibst du zusätzlich deinen Stundenlohn und einen Zuschlagssatz ein, berechnet der Rechner auch den Betrag, den die Überstunden zusätzlich wert sind. Für die reine Berechnung der geleisteten Arbeitszeit aus Start-, Endzeit und Pause nutze zuerst den Arbeitszeitrechner.

Überstunden berechnen, Beispiel

Vereinbarte Arbeitszeit: 8 Stunden. Tatsächlich geleistete Arbeitszeit: 9,5 Stunden. Stundenlohn: 20 Euro. Zuschlag: 25 Prozent.

  1. Überstunden berechnen: 9,5 Stunden minus 8 Stunden ergibt 1,5 Überstunden.
  2. Grundvergütung der Überstunden: 1,5 × 20 Euro = 30 Euro.
  3. Zuschlag berechnen: 30 Euro × 25 % = 7,50 Euro zusätzlicher Zuschlag.
  4. Gesamtvergütung für die Überstunden: 30 Euro + 7,50 Euro = 37,50 Euro.

Zweites Beispiel: Nachtschicht mit Überstunden

Eine Schicht war eigentlich für 7 Stunden geplant, tatsächlich musste bis 22:30 statt 20:00 Uhr weitergearbeitet werden, also 2,5 Stunden länger. Stundenlohn 19 Euro, dazu ein tariflich vereinbarter Zuschlag von 25 % für die Überstunden selbst.

  1. Überstunden: 2,5 Stunden.
  2. Grundvergütung: 2,5 × 19 Euro = 47,50 Euro.
  3. Zuschlag: 47,50 Euro × 25 % = 11,88 Euro.
  4. Gesamt für die Überstunden: 59,38 Euro, zusätzlich zum regulären Tageslohn.

Übliche Zuschlagssätze im Überblick

Es gibt keinen gesetzlich vorgeschriebenen Überstundenzuschlag, die Höhe regelt der Arbeits- oder Tarifvertrag. Diese Werte zeigen übliche Bandbreiten aus verschiedenen Tarifgebieten, keine allgemeingültige Vorschrift:

Art des ZuschlagsÜbliche Bandbreite
Überstunden allgemein25 % bis 50 %, je nach Tarifgebiet und Anzahl der Stunden
Überstunden im TVöD (öffentlicher Dienst)30 % (Entgeltgruppen 1-9b), 15 % (Entgeltgruppen 9c-15)
Nachtarbeit (23-6 Uhr), ohne Tarifregelung25 % gesetzlicher Richtwert, tariflich 12,5 % bis 50 %
Sonntagsarbeit25 % (TVöD) bis 70 %, je nach Tarifgebiet
Feiertagsarbeit50 % bis 150 %, im TVöD 135 % ohne Freizeitausgleich

Treffen mehrere tagesabhängige Zuschläge zusammen (z. B. Nachtarbeit an einem Sonntag), wird üblicherweise nur der jeweils höchste dieser Zuschläge gezahlt, ein separater Überstundenzuschlag kommt aber in der Regel zusätzlich obendrauf. Prüfe für deinen Fall immer den eigenen Arbeits- oder Tarifvertrag, diese Tabelle ersetzt keine Rechtsberatung.

Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Überstundenzuschlag?

Das Arbeitszeitgesetz selbst schreibt keinen pauschalen Überstundenzuschlag vor, es regelt nur die Höchstarbeitszeit und die Ausgleichspflicht nach § 3 ArbZG. Ob und in welcher Höhe Überstunden zusätzlich vergütet werden, ergibt sich meist aus dem individuellen Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung. Prüfe im Zweifel deinen eigenen Vertrag oder den geltenden Tarifvertrag für den genauen Satz.

Überstunden mit Freizeit statt Geld ausgleichen

Statt einer zusätzlichen Auszahlung sehen viele Arbeits- und Tarifverträge einen Freizeitausgleich vor, teilweise auch mit einem Zeitzuschlag (z. B. eine Überstunde wird als 1,25 Stunden Freizeit gutgeschrieben, entsprechend einem 25-Prozent-Zuschlag). Der Rechner oben zeigt dir in jedem Fall zuerst den reinen Stundenumfang der Überstunden, unabhängig davon, ob am Ende Geld oder Freizeit gutgeschrieben wird. Für die Umrechnung der Stundenzahl auf ein Arbeitszeitkonto und dessen Saldo siehe den Abschnitt Zeitkonto-Saldo auf der Startseite.

Wie viele Überstunden sind erlaubt?

Überstunden sind nicht unbegrenzt zulässig. § 3 ArbZG setzt die absolute Obergrenze: die werktägliche Arbeitszeit darf 10 Stunden nicht überschreiten, und im Durchschnitt von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen dürfen nicht mehr als 8 Stunden werktäglich anfallen. Wer regelmäßig deutlich über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus arbeitet, sollte das mit dem Arbeitgeber besprechen. Dauerhafte Überlastung über die gesetzliche Höchstarbeitszeit hinaus ist nicht zulässig, unabhängig davon, ob die Überstunden vergütet werden oder nicht.

Überstunden ohne Anordnung: was gilt?

Ob eigenmächtig geleistete Überstunden (ohne ausdrückliche Anordnung oder Genehmigung durch den Arbeitgeber) vergütet werden müssen, ist rechtlich nicht immer eindeutig und hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich gilt: Überstunden, die der Arbeitgeber angeordnet, geduldet (also erkennbar hingenommen, ohne einzuschreiten) oder nachträglich gebilligt hat, sind in der Regel vergütungspflichtig. Reine Eigeninitiative ohne jede Kenntnis oder Duldung des Arbeitgebers kann strittig sein. Dokumentiere im Zweifel jede geleistete Überstunde, das erleichtert eine spätere Klärung erheblich.

Überstunden dokumentieren

Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, die gesamte tägliche Arbeitszeit zu erfassen, nicht nur die Überstunden. Für die eigene Dokumentation eignet sich die druckbare Stundenzettel-Vorlage, in die sich sowohl die reguläre als auch die zusätzliche Arbeitszeit eintragen lässt.

Häufig gestellte Fragen zum Überstundenrechner

Wie berechne ich meine Überstunden?
Ziehe deine vereinbarte tägliche Arbeitszeit von deiner tatsächlich geleisteten Arbeitszeit ab. Ist das Ergebnis positiv, entspricht es den geleisteten Überstunden.
Habe ich automatisch Anspruch auf einen Überstundenzuschlag?
Nicht automatisch durch das Gesetz. Ob ein Zuschlag gezahlt wird und in welcher Höhe, regelt in der Regel dein Arbeitsvertrag, ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung.
Kann ich Überstunden auch mit Freizeit statt Geld ausgleichen?
Das ist möglich, wenn dein Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag einen Freizeitausgleich statt einer zusätzlichen Bezahlung vorsieht. Der Rechner berechnet in diesem Fall trotzdem den Umfang der Überstunden, die dann als Freizeit gutgeschrieben werden können.
Ist der Überstundenrechner kostenlos?
Ja, der Rechner kostet nichts, ein Konto brauchst du nicht, und er läuft direkt im Browser.
Wie hoch ist ein üblicher Überstundenzuschlag?
Es gibt keinen gesetzlich festgelegten Satz. Übliche Bandbreiten liegen zwischen 25 % und 50 %, im öffentlichen Dienst (TVöD) bei 30 % beziehungsweise 15 %, je nach Entgeltgruppe. Maßgeblich ist immer dein eigener Arbeits- oder Tarifvertrag.
Werden Nacht-, Sonntags- und Überstundenzuschlag zusammen gezahlt?
Bei mehreren gleichzeitig zutreffenden tagesabhängigen Zuschlägen (z. B. Nacht- und Sonntagsarbeit) wird meist nur der höchste davon gezahlt. Ein Überstundenzuschlag kommt in vielen Regelungen zusätzlich obendrauf. Die genaue Regelung hängt vom jeweiligen Vertrag ab.
Wie viele Überstunden darf ich maximal leisten?
Die absolute gesetzliche Grenze liegt bei 10 Stunden Arbeitszeit an einem Werktag (§ 3 ArbZG), im Durchschnitt von 6 Monaten oder 24 Wochen dürfen aber nicht mehr als 8 Stunden werktäglich anfallen. Diese Grenze gilt unabhängig davon, ob die Überstunden bezahlt werden.
Muss mein Arbeitgeber unangeordnete Überstunden bezahlen?
Das hängt vom Einzelfall ab. Überstunden, die der Arbeitgeber angeordnet, erkennbar geduldet oder nachträglich gebilligt hat, sind in der Regel vergütungspflichtig. Rein eigenmächtig geleistete Überstunden ohne jede Kenntnis des Arbeitgebers können dagegen strittig sein.

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